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Tinder „Smart Photos“: Wie nützlich ist die Funktion?

Frau mit Smartphone nutzt Dating-App

Andy Pasion Blog
Ein Blogartikel von Andy Pasion

Vielleicht hast Du sie auch schon entdeckt, als Du Bilder in Deinem Profil ändern wolltest: die kleine (aber feine?) Option in Tinder namens „Smart Photos“.

Jetzt runzelst Du die Stirn und fragst Dich: Was ist das eigentlich für ein Feature – und wie funktioniert es genau?

Und ist es ein hilfreicher „Hack“, um mit seinen Bildern mehr Likes und Matches von attraktiven Frauen zu bekommen? Sollte man die Funktion also einschalten oder besser nicht?

Genau diese Fragen möchte ich mit Dir in diesem Artikel klären.

Damit bekommst Du den klaren Durchblick und kannst die richtige Entscheidung treffen, was Deine Profilbild-Strategie in der Dating-App betrifft!

Wie funktioniert das „Smart Photos“-Feature in Tinder?

Wenn die Funktion aktiviert ist, wird den anderen Nutzer beim Swipen NICHT immer wie sonst üblich das vorderste Bild in Deiner Galerie als erstes angezeigt.

Stattdessen testet Tinder Deine Bilder regelmäßig durch, indem die User immer ein unterschiedliches Bild als erstes zu sehen bekommen, wenn sie auf Deinem Profil landen.

Ein spezieller Algorithmus analysiert dann, wie die Nutzer mit ihrem Swipe-Verhalten auf Deine Fotos reagieren und findet heraus, welches Profilbild die größte Erfolgswahrscheinlichkeit hat, gelikt zu werden.

Die Bilder, die beim „Smart Photos“-Test am besten abschneiden, werden dann den anderen Usern häufiger als erstes angezeigt, um Deinen Erfolg weiter zu steigern (=die Zahl der Likes, die Dein Profil bekommt).

Sortierung nach Vorliebe Deines Gegenübers

Es ist aber nicht immer so, dass Deine Fotos nach der ALLGEMEINEN Beliebtheit sortiert werden – also danach, was im Durchschnitt bei allen Nutzern am besten ankommt.

Denn es gibt noch einen zweiten Effekt der „Smart Photos“-Funktion:

Der Algorithmus ermittelt die individuellen Profilbild-Vorlieben der einzelnen Nutzer anhand ihres Swipe-Verhaltens und zeigt ihnen dann aus Deiner Galerie dasjenige Bild an, mit dem Du speziell bei Deinem Gegenüber die größten Erfolgschancen auf ein Like hast.

Es ist quasi ein „automatisiertes Einschleimen“… :-)

Um das Ganze deutlich zu machen, hierzu mal ein Beispiel:

Angenommen, Dein putziges Hunde-Foto ist insgesamt nicht das beliebteste bei den anderen Usern, dann wird es normalerweise auch nicht als erstes angezeigt…

ABER:

Wenn eine bestimmte Frau besonders auf Männerprofile mit Hunden steht (was Tinder durch ihr Swipe- und Like-Verhalten weiß) bekommt sie trotzdem Dein „Dog-Pic“ als erstes angezeigt.

Wo und wie lässt sich die Option aktivieren?

Das geht ganz einfach: Du tippst in der App auf das Avatar-Symbol oben links und anschließend auf „Info bearbeiten“:

Hauptmenü in Tinder

Unterhalb Deiner Bildergalerie aktivierst Du dann die Funktion „Smart Photos“:

Menü, um Fotos zu bearbeiten

Fertig ist die Sache!

Sollte man die „Smart Photos“-Funktion nutzen?

Gerade wenn Du wenig bis gar keine Matches bekommst, fragst Du Dich sicher, ob dieses Feature Dir hilft, um von Frauen mit Likes überschüttet zu werden.

Ist das die Rettung für uns Männer, um uns von unserer Schokoladenseite zu präsentieren?

Um gleich mal die Katze aus dem Sack zu lassen: Bei Tinders „Smart Photos“ ist Vorsicht geboten!

Denn obwohl die Sache im ersten Moment wirklich gut klingt und nützlich sein kann, hat die Funktion meiner Erfahrung nach einige Tücken, die man kennen muss.

Hier mal ein Überblick über die Vor- und Nachteile, so wie ich sie als Nerd für Online-Dating sehe:

Vorteile von „Smart Photos“:

  • Du sparst Dir die Zeit, selbst zu testen und musst nicht ständig neue Bilder hochladen.
  • Wenn den anderen Usern immer Dein bestes / chancenreichstes Foto angezeigt wird, kannst Du insgesamt (laut Tinder) bis zu 12% mehr Matches bekommen.

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Nachteile von „Smart Photos“:

  • Es ist nicht genau klar, wie Tinder Deine Bilder im Einzelnen testet, da die technischen Details zum Algorithmus und zum Test-Verfahren nicht bekanntgegeben werden.
  • Du bekommst keine genauen Test-Ergebnisse mitgeteilt, wie gut Deine einzelnen Fotos bei den anderen Nutzern ankommen. Daher weißt Du auch nicht genau, welche Bilder Du besser austauschen bzw. in die Galerie weiter nach vorne oder hinten packen solltest.
  • Du erhältst weniger Likes (und damit auch Matches), wenn viele User in der Test-Phase verstärkt die weniger attraktiven Fotos von Dir angezeigt bekommen.
  • Bei Tinder werden keine einzelnen Bilder gelikt, sondern immer das ganze Profil. Es ist also nicht klar, wie zuverlässig das Messverfahren bei solchen Nutzern ist, die sich erst mehrere Fotos in Deiner Galerie anschauen, bevor sie Dir ein Like oder Dislike geben. Wie kann Tinder in solchen Fällen zuordnen, welches Deiner Bilder dem User gefallen hat oder nicht und ausschlaggebend für seine Entscheidung war?
  • Die Smart-Photos-Funktion könnte uns Männer dazu verleiten, „faul“ zu werden und weniger ins Hochladen guter Bilder zu investieren, wenn wir uns zu sehr auf die automatische Optimierung der Bilderreihenfolge durch den Tinder-Algorithmus verlassen.

Meine Erfahrung mit „Smart Photos“ auf Tinder

Im Praxis-Test konnte ich nicht feststellen, dass ich durch Aktivieren der „Smart Photos“-Option mehr Matches bekommen habe als sonst.

Aufgrund der oben genannten Nachteile habe ich sogar das Gefühl, dass dieses Feature eher hinderlich ist, wenn man sein Profil mit wirklich guten Fotos gestalten (und diese sinnvoll in die Bildergalerie einsortieren) will.

Daher empfehle ich Dir, die Fotos auch manuell zu testen, indem Du regelmäßig neue Bilder hochlädst und auch mal die Reihenfolge in Deiner Galerie änderst.

Lass dieses Profil dann eine Weile „laufen“ und schaue, ob Du dadurch signifikant mehr Matches bekommst als vorher.

Das ist zwar etwas (zeit-)aufwendiger, aber im Gegensatz zur „Smart Photos“-Funktion weißt Du dann am Ende genau, welche Bilder bei den anderen Nutzern gut ankommen und welche nicht.

Eine andere Möglichkeit: Du nutzt das Portal Photofeeler, um eine konkrete Bewertung Deiner Bilder zu erhalten und lädst anschließend die erfolgreichsten bei Tinder hoch.

Richtig testen mit der „Smart Photos“-Funktion

Vielleicht kannst Du aber einfach nicht die Finger von diesem Feature lassen, profitierst tatsächlich von der Weisheit des Algorithmus oder hast keine Zeit für aufwendige manuelle Tests?

Für all diese Fälle habe ich hier noch 2 wichtige Tipps, wie Du Deine Bilder mit „Smart Photos“ testen solltest:

1. Möglichst verschiedene Bilder nehmen

Frau nutzt Tinder auf dem SmartphoneFür einen sinnvollen Test bringt es nichts, wenn sich Deine Fotos zu sehr ähneln. Lade unterschiedliche Arten von Bildern hoch, wie zum Beispiel:

  • beim Sport
  • im Urlaub
  • auf Events
  • künstlerisch
  • eher familiär
  • im Business-Look
  • mit Haustier
  • und so weiter

So hat Tinder ein breites Spektrum zum Testen und es können sich wirklich signifikante Unterschiede herauskristallisieren, was die Beliebtheit der Bildmotive angeht

2. Auf JEDEM Bild gut erkennbar sein

Normalerweise reicht es aus, wenn Dein Hauptfoto ein Porträt ist, auf dem Dein Gesicht gut zu erkennen ist. Der Rest können auch eindrucksvolle Bilder sein, auf denen Du mit Motorradhelm, Taucherbrille oder in voller Skifahrer-Montur posierst.

Wenn Du auf Tinder die „Smart Photos“-Funktion einschaltest, funktioniert diese Strategie natürlich nicht.

Denn falls die Frau beim Swipen zufällig als erstes ein Bild von Dir angezeigt bekommt, auf dem null von Deinem Gesicht zu sehen ist, wird sie Dir mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Dislike geben.

Deshalb sollte wirklich auf jedem Foto Dein Gesicht gut zu erkennen sein, damit alle Bilder in Deiner Galerie von vornherein eine gewisse Chance auf ein Like haben.

Wenn Du Dich dann noch an die anderen Regeln für ein attraktives Profilbild (auch auf Tinder) hältst, kann gar nicht mehr so viel schiefgehen bei Deinem Test.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!